Da gibt es diesen einen Energiefresser in deinem Leben, über den du dir wahrscheinlich gar nicht bewusst bist.
Dieser Energiefresser zieht dir jeden Tag das Mark aus den Knochen, er macht dich müde, er sorgt dafür, dass deine Schultern angespannt sind.
Und es sind nicht die großen Krisen.
Es sind nicht die harten Entscheidungen.
Es ist noch nicht einmal die angespannte Weltlage.
Nein, es ist das ganze Zeug, das du für wichtig hältst, obwohl es dir eigentlich scheißegal sein könnte.
- Die Meinung deiner Nachbarin über deinen Vorgarten.
- Der Instagram-Feed deiner Cousine.
- Die Frage, ob Bio-Avocados wirklich nachhaltiger sind als normale.
Du verbrennst deine Kraft in hundert inneren Mini-Kämpfen, die niemand von dir verlangt hat und die dir letztlich nichts bringen.
Warum tust du das?
Weil dir niemand beigebracht hat, dass du nicht bei allem mitreden musst.
Dass du nicht zu allem eine Meinung haben musst.
Dass du nicht überall Haltung zeigen musst.
Und weil unsere Welt dir permanent einredet, dass ALLES wichtig ist.
- Deine Ernährung.
- Dein Aussehen.
- Deine Produktivität.
- Dein ökologischer Fußabdruck.
- Deine Work-Life-Balance.
- Deine Selbstoptimierung.
Bullshit. Es ist nicht alles gleich wichtig.
Es gibt Dinge, die dich und dein Leben direkt betreffen.
Und es gibt Dinge – wie sagt meine Frau immer – die sind so, als ob in China ein Sack Reis umfällt.
Also, wie wirst du diesen Energiefresser los?
Die Formel lautet: Du unterscheidest radikal klar zwischen
- “Das ist mir heilig” und
- “Das kann mir egal sein”
Ohne Grauzone.
Ohne “naja, vielleicht sollte es mir aber wichtig sein”.
Du suchst dir 3 bis 5 Dinge aus, die dir in deinem Leben wirklich wichtig sind.
Die Dinge, für die du kämpfst.
Die Dinge, bei denen du hohe Ansprüche hast.
- Vielleicht ist es deine Gesundheit.
- Oder die Zeit mit deinen Kindern.
- Oder dein Beruf.
- Oder deine Freundschaften.
Wichtig ist nur: Was es ist, das entscheidest du und nicht die anderen.
Und das sind dann DEINE heiligen Hallen.
Hier gibst du Vollgas.
Hier investierst du.
Hier hast du Standards.
Und alles andere?
Alles andere darf gut genug sein.
Oder mittelmäßig.
Oder auch mal schlecht.
Hier bist du genügsam.
Der Vorgarten? Gut genug.
Die perfekte Morgenroutine? Gut genug.
Die Frage, ob du das neueste Buch gelesen hast? Egal.
Jetzt denkst du vielleicht:
“Aber ist das nicht unverantwortlich?
Sollte ich nicht überall mein Bestes geben?”
Nein. Das solltest du nicht.
Denn wenn du überall dein Bestes gibst, gibst du nirgendwo wirklich dein Bestes.
Du verteilst deine Energie auf hundert Baustellen und hast am Ende nichts, worauf du stolz sein kannst.
Und du fühlst dich leergesaugt.
Und wenn du dann diese Klarheit hast, passiert etwas Magisches:
Du entspannst dich beim ganzen Rest.
Du lächelst, wenn deine Nachbarin ihre Augenbrauen über deinen Vorgarten hochzieht.
Du scrollst durch Instagram und denkst: “Schön für euch.”
Du isst normale Avocados und schläfst trotzdem gut.
Weil du weißt: Meine Kraft gehört den Dingen, die mir heilig sind.
Der Rest? Der ist Nebensache.
Erinnere dich jeden Tag daran.
Schreib dir deine 3 bis 5 heiligen Dinge auf.
Hänge sie dir an den Spiegel.
Und dann darunter: „Alles andere kann mich mal!“
Verinnerliche das. Bis es zur Gewohnheit wird. Bis du automatisch fragst:
“Gehört das in meine heiligen Hallen?
Nein? Dann ist es mir egal.”
Alles Gute für dich.
@Ralf Senftleben (Zeit zu leben)
Fotonachweis: unsplash.com / @Lisa Bresler







