Du weißt wahrscheinlich, was dich glücklich machen würde.
Aber vielleicht tust du nichts dafür.
Du verfolgst diese Richtung nicht.
Du träumst nur davon.
Und vielleicht liegt es daran, dass du nicht an dich glaubst.
Du glaubst nicht an deine Kraft.
Dabei hast du sie längst bewiesen – nur siehst du es nicht.
Oder anders gesagt: Dir fehlt das Selbstvertrauen.
Und weißt du, was wiederum dein Selbstvertrauen am meisten untergräbt?
Meistens ist es die Angst, dass du nicht durchhältst, wenn es hart wird.
Genau da kommt Resilienz ins Spiel.
Denn Selbstvertrauen und Resilienz sind zwei Seiten derselben Medaille.
Selbstvertrauen bedeutet: Ich traue mir grundsätzlich zu, diesen Weg zu gehen.
Resilienz bedeutet: Ich vertraue darauf, dass ich auch dann weiterkomme, wenn der Weg holprig wird.
Zusammen bilden sie deine Innere Stärke.
Diese Kraft, die dich morgens aufstehen lässt, auch wenn du nicht weißt, wie der Tag endet.
Diese Gewissheit, dass du schon Schlimmeres überlebt hast – und auch das hier überleben wirst.
Wenn dir diese innere Stärke fehlt, passiert etwas Tückisches:
Du siehst die Möglichkeiten.
Du spürst die Sehnsucht.
Aber du greifst nicht zu.
Weil da diese leise Stimme ist, die flüstert:
Was, wenn du scheiterst? Was, wenn du es nicht packst? Was, wenn du dich blamierst?
Und zurück bleibt die Enttäuschung und die Leere.
Du weichst zurück vor deinen Möglichkeiten.
Nicht, weil du dumm bist.
Nicht, weil du faul bist.
Sondern weil du dir selbst nicht zutraust, den Preis zu zahlen.
Den Preis der Unsicherheit.
Den Preis des Unbequemen.
Den Preis des Scheiterns.
Vielleicht weil du glaubst, Scheitern würde beweisen, dass du ein Versager bist
Vielleicht weil du denkst, dass eine Niederlage beweist, dass du es nicht verdient hast.
Innere Stärke haben.
Das bedeutet nicht, dass du stark bist.
Innere Stärke bedeutet, dass du stark werden kannst, wenn du musst.
Dass du die Zuversicht in dir trägst:
“Ich werde einen Weg finden. Oder ich werde einen schaffen.”
Aber ich habe das doch schon so oft versucht. Es hat nicht geklappt.
Genau.
Und weißt du, was das beweist?
Dass du es versucht hast.
Dass du es überlebt hast.
Dass du nicht zusammengebrochen bist.
Dass du immer noch hier bist.
Eine Frage:
Willst du ein Leben führen, das sich anfühlt wie das von jemand anderem?
Willst du in fünf Jahren immer noch an derselben Stelle stehen und dir wünschen, du hättest heute angefangen?
Oder willst du endlich anfangen, dir selbst und deiner Kraft zu vertrauen?
Nicht, weil du perfekt bist.
Nicht, weil du alle Antworten hast.
Sondern weil du verstanden hast:
- Du wirst auch mit unperfekten Ergebnissen weiterleben.
- Du wirst auch nach Rückschlägen aufstehen.
- Du wirst klarkommen.
Und Dein Leben wird sich dann nicht verändern, weil plötzlich alles leichter wird.
Es verändert sich, weil du anfängst zu glauben, dass du es schaffen kannst – auch wenn es schwer wird.
Du musst nicht stark sein, bevor du anfängst.
Du wirst stark, während du gehst.
Also höre auf, auf die perfekte Gelegenheit zu warten.
Auf den perfekten Zeitpunkt.
Auf die Garantie, dass es klappt.
Solche Garantien gibt es nicht.
Fang an.
Heute.
Mit einer Sache, die du schon lange aufschiebst.
Nicht mit der größten Sache.
Lieber mit dem kleinsten Schritt.
Schreib eine E-Mail, mach einen Anruf, sag ein Wort.
Auch, wenn deine Stimme versagt.
Wenn deine Hände zittern.
Wenn du Angst hast.
Denn das hier ist kein Probelauf.
Das ist dein Leben.
Alles Gute für dich.
@Ralf Senftleben (Zeit zu leben)
Fotonachweis: unsplash.com / @Matt Foxx







