Diese Mail ist für alle, die ihr Vorhaben schon 3-mal komplett durchgeplant haben. Aber erste Schritte? Ähm, nein. Noch nicht. Mmmmmm …
Also …
Auf deinem Schreibtisch klebt ein Post-It. Dein Projekt in 3 Wörtern. Dein Wunsch. Dein Traum. Als Erinnerung für dich.
Das Post-It klebt da schon eine Weile. Vielleicht so 1.219 Tage.
Ja, es ist so leicht, wichtige Dinge immer weiter weg zu schieben.
Aber du schaust dir lieber noch ein Video an, in dem jemand erklärt, wie man so etwas richtig macht.
Du recherchierst.
Du planst.
Und du erzählst dir selbst, wie wichtig es ist, sich gut vorzubereiten. Denn …
Ja, Recherchieren fühlt sich produktiv an. Ist es aber nicht.
Es füllt deinen Kopf, es füllt deine Bookmarks, es füllt deine Notizen.
Aber es ist eben nur Schattenboxen.
Das Vorhaben wandert von einer Liste auf die nächste.
Vom Notizbuch in die App, von der App ins Kopfkino, vom Kopfkino zurück auf die Liste.
Und während es wandert, bewegt sich dein Selbstbild keinen einzigen Millimeter.
Die Frage: Bist du eine Denkerin, ein Träumer, jemand, der gut vorbereitet ist?
Oder bist du jemand, der das Leben in die Hand nimmt, der ins kalte Wasser springt, der mutig einen Schritt nach dem anderen macht?
Lass uns mal anders an das Leben herangehen.
Such dir vielleicht eine Sache aus, die dein Leben besser machen würde.
Nur eine.
Mach nicht den großen Wurf. Nicht dein komplett neues Leben in sechs Monaten.
Sondern den Anruf, den du seit 3 Wochen vor dir herschiebst.
Oder den Satz, den du jemandem schon lange sagen müsstest.
Oder die Anmeldung, bei der du immer wieder das Browserfenster schließt.
Wenn du so eine Sache wirklich abschließt, passiert etwas Interessantes in dir.
Du beweist dir selbst, dass du jemand bist, der etwas tut.
Du beweist dir, dass du eine Macherin oder ein Macher bist.
Das klingt unwichtig.
Ist es aber nicht.
Denn so entsteht Selbstvertrauen.
Selbstvertrauen entsteht nicht aus den großen Worten, die wir uns morgens vor dem Spiegel sagen.
Sondern indem wir uns selbst zeigen, dass wir Dinge tun, dass wir Dinge angehen.
Und genau deshalb stehen die großen Vorhaben dir manchmal sogar im Weg.
Weil sie die kleinen Erfolge unsichtbar machen.
Du denkst an „mein Buch“, „meine Selbstständigkeit“, „mein neues Leben“.
Und du übersiehst dabei den Anruf, der heute 2 Minuten dauern würde und der etwas Gutes in Gang setzen könnte.
Nimm dir kleine Schritte vor. Such den ersten Schritt. Und gehe ihn.
Denn so entstehen bessere Leben.
Tue etwas?
Aber was?
Tatsächlich musst du diese Sache selten suchen.
Du kennst sie längst.
Sie ist die, an die du gerade beim Lesen denken musstest.
Vielleicht hast du es weggeschoben, als sie auftauchte.
Du musst sie nicht finden.
Du musst nur aufhören, sie wegzudrücken.
Sie wartet ziemlich geduldig auf dich.
Also tue es. Erledige diese Sache.
Bevor sie verstummt.
Selbstbilder sind nicht statisch. Du bist nicht so oder so.
Du kannst jemand werden, der Dinge tut, Dinge angeht, der mutig seinen Weg geht.
Und du wirst dieser Mensch, indem du dir im Kleinen zeigst, dass du es kannst. Vielleicht mit einem mulmigen Gefühl. Aber du kannst es trotzdem tun.
Hör auf, groß zu planen, und fange an, klein zu handeln.
Denn es sind diese kleinen Schritte, aus denen große Träume letztlich zusammengeschustert werden.
Nur das Beste für dich.
@Ralf Senftleben (Zeit zu leben)
Fotonachweis: unsplash.com / @Paper Textures







